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Montag, 18. März 2013

Niederlande von Terroristen aus Syrien bedroht


Der nationale Koordinator für Terrorismusbekämpfung und Sicherheit (NCTV) der Niederlanden, Dick Schoof, hat am Mittwoch die Terror- bedrohung des Landes auf die zweithöchste Stufe gestellt. Als Grund hat er angegeben, niederländische Staatsbürger moslemischen Glaubens die in Syrien gekämpft haben kommen radikalisiert zurück. Diese „Dschihad-Touristen“ könnten genau den gleichen Terror verbreiten wie in Syrien. Die Gefahr besteht, dass der Anlass der Krönung von Prinz Willem-Alexander zum König, weswegen hunderttausende Menschen nach Amsterdam strömen werden, für Terroranschläge benutzt wird.

„Die Chance eines Angriffs in den Niederlanden oder gegen holländische Interessen im Ausland sind gestiegen,“ sagte Shoof in einer Verlautbarung. „Diese ‚Dschihad-Touristen’ kommen hoch radikalisiert in die Niederlande zurück, mit einem starken Wunsch Gewalt auszuüben, deshalb stellen sie eine grosse Gefahr für das Land dar,“ fügte er hinzu.

Shoof sagte, fast 100 Leute sind von den Niederlanden nach Afrika und in den Nahen Osten gereist, um in den Konflikten zu kämpfen – viele mehr von ganz Europa. Sie kommen mit Terrorerfahrung zurück und könnten die Idee haben, wie in Syrien auch einen Krieg gegen die niederländische Regierung und Gesellschaft zu starten. 

Die Terrorwarnstufe in den Niederlanden ist deshalb seit Mittwoch von „begrenzt“ auf die zweithöchste Stufe „erheblich“ gestellt worden. Dies bedeutet in erster Linie, dass staatliche Gebäude des Landes im In- und Ausland strenger bewacht werden. Ausserdem werden die Rückkehrer von den Sicherheitsbehörden und Geheimdienst überwacht.

Es wird seit einiger Zeit beobachtet, dass aus den Niederlanden und anderen EU-Ländern vermehrt moslemische Jugendliche in afrikanische Länder oder nach Syrien gereist sind, um für den Dschihad zu kämpfen. Die niederländischen Behörden haben das Problem entdeckt, weil eine steigende Anzahl an Anzeigen bei der Polizei von Eltern einging, die ihre Kinder als vermisst meldeten, die nur zwischen 15 und 20 Jahre alt sind.


„Davon sind die Sicherheitsdienste aufgeschreckt worden“, so Terrorismus- expertin Prof. Dr. Beatrice de Graaf von der Universität Leiden in einem Interview mit dem NRC Handelsblad. Die Dschihadisten sind sehr jung und könnten radikalisiert, traumatisiert und mit grosser Gewaltbereit- schaft in die Niederlande zurückkehren, so die Aussage der Behörden.

Es handelt sich um Jugendliche mit marokkanischen, türkischen oder kurdischen Migrationshintergrund. Mehrere Dutzend von ihnen seien nach Aussage des Terrorismuskoordinators Dick Schoof bereits jetzt in die Niederlande zurückgekehrt und eventuell bereit mit dem Gelernten Anschläge zu verüben.

Damit hat die Ironie voll zugeschlagen. Einerseits rekrutieren und bewaffnen die NATO-Staaten die Islamisten, die für die Freie Syrische Armee (FSA) in Syrien den Terror verbreiten, um Assad zu stürzen. Auf der anderen Seite haben sie damit Terroristen gezüchtet die mit Kampferfahrung und völlig abgebrüht zurückkommen und hier das gleiche tun. Die Türkei dient dabei als Sammelpunkt und Ausgangsort für die Terroristen.

Von diesem „Bumerang“ habe ich in mehreren Artikeln gewarnt und darauf hingewiesen, der Westen erschafft den Terrorismus selber den er bekämpft. So wie in Mali, wo die Dchihadisten vorher vom Westen ausgebildet, bewaffnet und dazu benutzt wurden, um in Libyen Gaddafi zu stürzen. Mit den Waffen sind sie nach Mali gezogen und haben dort geewütet. Deshalb müssen die Franzosen sie jetzt zurückdrängen und bekämpfen.

Der Hund beisst die Hand die ihn füttert, oder wie Goethe in seiner Ballade „Der Zauberlehrling“ schrieb – „Die ich rief, die Geister, / Werd’ ich nun nicht los.“

FSA-Söldner verüben schlimmste Massaker in Syrien


Wir wissen schon lange, dass die meisten Söldner der sogenannten Freien Syrischen Armee (FSA) sich aus Tschihadisten aus den verschiedenen moslemischen Ländern zusammensetzen. Es handelt sich nicht um einen Bürgerkrieg, wie uns die Medien dauernd erzählen, sondern um einen vom Ausland durchgeführte Invasion und Umsturzversuch, finanziert und ausgerüstet von Saudi Arabien und Katar, mit kräftiger Unterstützung der Türkei und Jordanien sowie der NATO-Staaten. Es geht wieder um einen westlichen "Regimewechsel" mit Hilfe der übelsten Terroristen die eingeschleust werden und dabei die schlimmsten Verbrechen an der syrischen Zivilbevölkerung begehen.

Im folgendem Video sieht man Grausamkeiten die unbeschreiblich sind. Man sieht wie Mitglieder der FSA bestehend aus Libyer, Tunesier und Tschetschenen gefangene syrische Zivilisten die gefesselt am Boden liegen zuerst erschiessen und dann die Köpfe abschneiden. Danach schmeissen sie die Leichen in ein Massengrab. 

Es ist auf Russisch mit kaukasischem Akzent zu hören: "Подожди, подожди, а кто закапывать будет?" oder auf Deutsch "Warten, warten, und wer wird begraben werden?"

Das Video ist so schlimm ich kann es nicht aufschalten.

Wer es auf eigene Gefahr sehen will, hier ist der Link.

Über solche grausamste Massaker von Seiten der FSA berichten die westlichen Medien nicht. Es werden uns wohl ständig die Filmaufnahmen über Hinrichtungen der SS-Sonderkommandos aus dem II. Weltkrieg gezeigt, aber die gleichen und noch schlimmere Massentötungen an Zivilisten die jetzt und heute in Syrien passieren nicht. Fragt die Sender SRF, ORF, ARD und das ZDF warum nicht? Die FSA macht die Videos ja selber als Trophäen und zur Abschreckung.

Verbrechen sind Verbrechen, egal wer sie begeht! Wer diese verheimlicht, leugnet, duldet oder ermöglicht macht sich mitschuldig.

Das Motiv der saudischen Wahhabiten ist es die verhassten "Ungläubigen" und das säkulare syrische Staatssystem auszuradieren. Deshalb die Kooperation der radikal islamischen Kämpfer mit dem Westen. Was wir hier sehen wird allen Gefangenen passieren, die in die Hände der FSA-Extremisten fallen, sollten sie die Macht in Syrien übernehmen. Die 1 Million Flüchtlinge gibt es hauptsächlich wegen der Angst vor ihnen und weil ihre Wohnungen und Häuser wegen der Kämpfe zerstört sind.

Montag, 4. Februar 2013

NATO liefert T-62 Panzer an syrische Rebellen


Syrische Truppen sind am Dienstag in den Vorstädten von Damaskus, Homs und Aleppo mit Panzern gegen Rebellen vorgegangen. So berichten verschiedene Bertelsmann- und Springermedien einstimmig. Der Grund könnte jedoch vielleicht darin liegen, dass die Rebellen ebenfalls mit Panzern gegen die syrischen Sicherheitskräfte vorgehen.

Damit der Krieg nicht endet:
Frisch angelieferte T-62 Panzer für syrische Rebellen
Die israelische Nachrichtenagentur DEBKA meldet, dass “westliche und arabische Sponsoren” mindestens 20 Panzer des Typs T-62 aus russischer Produktion an die Rebellen geliefert haben sollen. Angeblich stammen die Panzer aus libyschem Besitz. Zwar sind die Panzer technisch nicht die modernsten, doch könnte dies durchaus zusätzliche Dynamik in den Konflikt bringen.
Zudem hat die Regierung unter Friedensnobelpreisträger Barack Obama erklärt, dass die Türkei die sogenannte Freie Syrische Armee mit FIM-92 Stinger Luftabwehr-Raketen ausgestattet hat. Die 20 Panzer des Typs T-62 seien vergangene Woche aus Libyen an den türkischen Hafen von Iskenderun geliefert worden und nach Nordsyrien eingedrungen.

Bashar al-Assad sieht sich somit mit schicksalhaften Entscheidungen konfrontiert: Entweder er geht nun tatsächlich mit voller Härte gegen die von den NATO-Staaten finanzierten und unterstützen und schwer bewaffneten Rebellen vor und provoziert so ein Eingreifen alliierter Kriegstreiber, oder er spart sich das Ganze und sucht das Weite, ehe sich das Blatt gegen ihn wendet.
Den syrischen Bürgern, zu deren Lasten der von den alliierten Kriegstreibern aufrechterhaltene Konflikt letztendlich geht, gilt natürlich unser tiefstes Mitgefühl.

Donnerstag, 3. Januar 2013

Massaker von Kindern enden nicht in Newton, tausende Kinder mussten im Irak, in Afghanistan, Libyen und Syrien sterben!


Betr.: „Kommentar in Süddeutsche Zeitung (SZ) vom 17.12.: "Obamas "Nie wieder" ist nur vage Verheißung" von Christian Wernicke, SZ-Leitartikel vom 18.12: "Angriff auf die Wagenburg" von Stefan Kornelius“
Stellungnahme von
Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait, Juristin und Diplomatin a.D., 18./19.12.2012

Christian Wernicke und Stefan Kornelius sollten ihre richtigen Überlegungen nicht begrenzen, sondern ausdehnen, und zwar auf die aktuelle Dimension der zahlreichen Opfer einer kriminellen Gewalt-Politik, die neben anderen Motiven auf Druck der Rüstungslobby zustande gekommen ist. Tausende Kinder mussten im Irak, in Afghanistan, Libyen, Syrien und in anderen Ländern sterben, und zwar aufgrund einer aggressiven gewaltsamen USA/EU-Außenpolitik. Alle Kinder und Menschen aus allen Kontinenten der Welt sind gleichwertig, seien sie Amerikaner, Afrikaner, Asiaten oder Latinos. Sie sind alle gleichwertig als Geschöpfe mit der höchsten Würde auf dieser Erde, denn sie sind alle Menschen. Die auf Emotion und Sensation setzende mediale Verbreitung über die entsetzliche Tötung von Kindern in Amerika steht in keinem Verhältnis zu der Berichterstattung über das konstante Morden in Syrien, das dieselbe Unterlassungspolitik von Obama und europäischen Kanzleien zu verantworten hat. Die Rüstungslobby darf nicht unantastbar sein, weil sie verdeckt in Kanzleien sowohl in Washington wie in Europa eine kriminelle Politik mitbestimmt und mittut, eine zivilisierte Politik ohne Waffengewalt zu verhindern.

Präsident Obama sieht zu Recht, Amerika müsse sich ändern. Aber das trifft auch für seine westlichen Verbündeten zu. Europäische Regierungen sehen anscheinend nicht die Notwendigkeit, sich zu ändern, weil sie den täglichen Mord im Ausland als Routine hinnehmen, und monströs, wie es ist, haben sie sich an Tötung und Mord gewöhnt, was sie zu verantworten haben. Die Wahrheit ist, sowohl die USA als auch Europa haben schreckliche Dinge getan. Die außenpolitischen Handlungen des Westens sind durchdrungen von ungeheuerlicher Verderbtheit. Der Westen setzt durch seine zerstörerische Waffengewalt viele Teile der Welt in Trümmern und weist immer die Schuld auf andere, um sich seiner Verantwortung zu entziehen.

"Ungeheuerlich sind die Kriegslügen, die Washington zur Rechtfertigung seiner kriminellen Angriffskriege in die Welt setzt, wie jene über die bis heute nicht aufgetauchten irakischen Massenvernichtungswaffen. Ungeheuerlich ist auch die amerikanische Kriegsführung, die zu einem großen Teil auf dem Einsatz international geächteter Waffen beruht." "Dass die militärische Zusammenrottung der Westmächte im Grenzgebiet zu Syrien dem Schutz der Türkei vor Aggressionshandlungen der Assad-Truppen dienen soll, glauben wohl nicht einmal die dümmsten Nachbeter westlicher Propagandalügen." (Aus dem Leitartikel "Zusammenrottung" von Werner Pirker, Junge Welt vom 15.12.)

Genau jetzt ist der richtige Zeitpunkt, das umfassende Problem anzusprechen. Die brutale Hinrichtung von 20 Kindern und sechs Erziehern in Newton müssen nicht nur die amerikanische Gesellschaft, sondern auch die europäische Gesellschaft dazu bewegen, wirklich und ernsthaft zu handeln und eine grundsätzliche Kurskorrektur international vorzunehmen. Doch gibt es in Amerika die Republikaner, die jede Veränderung ablehnen. Solcher Rechtsradikalismus befindet sich aber auch in deutschen Regierungsparteien, in CDU, CSU und FDP, wo die Waffenlobby, die Rüstungslobby starken Einfluss hat und zu neuen Interventionen und Massakern im Ausland ermuntert und die Normalisierung der internationalen Politik verhindert, wobei tausende Opfer unschuldiger Kinder ausgeblendet bleiben.

Die Süddeutsche Zeitung mit Sitz in München muss es am besten wissen. Doch die Stunde ist gekommen, sich dieser dominanten tödlichen Einflussnahme zu widersetzen und für die Menschlichkeit mit Zivil-Courage zu kämpfen.

Unter dem Druck der Rüstungslobby hat sich Deutschland gesetzwidrig in das drittgrößte Rüstungsexportland der Welt verwandelt und ist den verheerenden Weg der Militarisierung der Politik gegangen, indem es dafür sorgt, zusammen mit anderen europäischen Ländern, Terror-Banden in Syrien zu bewaffnen, zu finanzieren und einen politischen Ausweg zu blockieren. Das deutsche Außenministerium unter dem Außenminister Guido Westerwelle hat sich blamabel für diese schändliche "Politik" ausgezeichnet. Da entwickelt sich eine verhängnisvolle Verquickung zwischen Politik und Verbrechen, eine Kette von Attentaten durch Auto-Bombenexplosionen, Granatenbeschuss und andere Terrorakte, ein abstoßender Zustand, der höchst dringlich einen grundsätzlichen Wandel im Westen erfordert. Die überwältigende Mehrheit der europäischen Bevölkerung will dezidiert diesen Wandel. Keine Region der Welt darf länger Opfer sein eines selbstsüchtigen Westens mit seiner Arroganz und Gefühllosigkeit. Moralfeldzüge führen zu nichts. Sie polarisieren und pervertieren das Denken und die politischen Lager, fördern den Fundamentalismus im Westen und bereiten den Boden für kriminelle Untaten. Schräge Figuren aus allen Ecken zeigen sich ohne Scham in diesem fanatischen Moralfeldzug. Zwei deutsche Publizisten, ein umstrittener Martin Walser und ein eitler Greis, Alfred Grosser, entblößen ihre inhumane, abartige Gedankenwelt vor der Öffentlichkeit ohne jede Hemmung und im Extrem. Ihr schmachvoller Text vom 7.12., der eine Kultur des Todes widerspiegelt und zum blanken Mord aufstachelt, schockiert jeden, der sich noch einen Sinn für Menschlichkeit und Anständigkeit bewahrt. Beide irreführenden schiefen Autoren, die offensichtlich zu NATO-Werkzeugen verkommen sind, repräsentieren jedoch nicht die Intellektualität und die Öffentlichkeit in Deutschland, sondern ihre eigene humane Misere. Allerdings sind ihre widerwärtigen skandalösen Äußerungen weitere Alarmzeichen für den geistigen Verfall der europäischen Gesellschaft, die sich von Grund auf ändern müsste.

"Die Kämpfe in Syrien könnten an Härte zunehmen. Zehntausende, vielleicht Hunderttausende Zivilisten könnten ihr Leben verlieren", hat der russische Vizeaußenminister Michail Bogdanow gewarnt. Welche Staaten akzeptieren diesen Preis für den Sturz des syrischen Präsidenten? Für Russland und andere normale Länder sei das absolut inakzeptabel. Moskau habe immer auf einer politischen Lösung beharrt, daran habe sich nichts geändert, hört man von dem außenpolitischen Sprecher des russischen Außenministeriums. Was hört man aus Deutschland?

Ist es normal, dass die deutsche Regierung weiter an einer Politik von Mord und Zerstörung festhält zugunsten der Rüstungslobby? Diese Radikalisierung der Politik ist besorgniserregend in Europa, in Deutschland. Eine harte politische Auseinandersetzung ist erforderlich, denn es geht um eine Zivilisierung der Politik, die für die Zukunft der Menschheit entscheidend ist. Was wir erleben, ist die Barbarisierung der internationalen Beziehungen unter der Regie von westlichen Ländern wie Deutschland unter anderen. Stefan Kornelius sollte sich mit diesem Problem gründlich befassen, weil die Massaker von Kindern nicht in Newton enden, sondern weiter in Syrien erfolgen und dabei von den Medien fast gar keine menschliche Beachtung finden, sondern im Gegenteil finden ihre Urheber, die aufständischen Terrorbanden, sogar noch Verständnis und Ansporn in ihnen.
Selbstverständlich machen sich nicht nur der US-Präsident Obama, sondern auch europäische Staatsoberhäupter und sämtliche Politiker schuldig, wenn sie nicht gegen die Rüstungslobby dezidiert vorgehen, und zwar durch eine vernünftige Abrüstungs- und Konversionspolitik. Wohin die Bewaffnung und Finanzierung der Bewaffneten in Syrien führt, sehen wir täglich an den Morden unschuldiger Kinder und unbescholtener Erwachsener in Syrien. Diese Dimension sollte nicht der Aufmerksamkeit von sensiblen Journalisten wie Christian Wernicke und Stefan Kornelius entgehen.

DAS WANDERNDE AUGE: Wem in Syrien die Stunde schlägt


Die Vergewaltigung von Syrien ist Katastrophen-Kapitalismus in Aktion, die das Terrain für einen profitablen “Wiederaufbau” bietet, sobald eine gefügige pro-westliche Regierung installiert ist. Zwischen NATO/GCC auf der einen Seite und Iran/Russland auf der anderen gibt es keine Fluchtmöglichkeit für jene normalen Syrer, die gegen die ethnisch-religiösen Säuberungen der “Rebellen” eingestellt sind. Und so wird die größte geopolitische Tragödie im Jahre 2012 auch die größte geopolitische Tragödie im Jahre 2013 werden.
Von Pepe Escobar, Übersetzung Lars Schall
Der 1954 geborene Pepe Escobar aus Sao Paulo, Brasilien ist einer der herausragendsten Journalisten unserer Zeit. Escobar, der vom früheren CIA-Analysten Ray McGovern schlichtweg “der Beste“ genannt wird, arbeitet für die Asia Times Online. Darüber hinaus ist er der Autor dreier Bücher: Globalistan: How the Globalized World is Dissolving into Liquid War, Red Zone Blues: a snapshot of Baghdad during the surge und Obama does Globalistan.
Escobar war als Auslandskorrespondent seit 1985 in London, Mailand, Los Angeles, Paris, Singapur und Bangkok tätig. Seit den späten 1990er Jahren hat er sich auf die Berichterstattung von geopolitischen Geschichten aus dem Nahen Osten und Zentralasien spezialisiert. In diesem Rahmen hat er im letzten Jahrzehnt aus Afghanistan, Pakistan, Irak, Iran, den zentralasiatischen Republiken, China und den USA berichtet. Im Frühjahr/Sommer 2001 war er in Afghanistan / Pakistan, hat den militärischen Führer der Anti-Taliban-Nordallianz, Ahmad Shah Massud, nur wenige Wochen vor dessen Ermordung interviewt, und erreichte als einer der ersten Journalisten die afghanische Hauptstadt Kabul nach dem Rückzug der Taliban. Er ist ein ausgewiesener Experte für das  Netzwerk von Pipelines, das die Länder des Nahen und Mittleren Ostens, Zentralasiens, Russlands und Europas umgibt.
Für Asia Times Online ist er als ‘The Roving Eye’, das heißt: “Das Wandernde Auge“ unterwegs, um vor allem geopolitische Weltereignisse, aber auch die Art, wie sie in den Medien präsentiert werden, zu diskutieren. Diese Kolumne übersetzen wir mit freundlicher und ausdrücklicher Autorisierung von Pepe Escobar exklusiv für LarsSchall.com ins Deutsche.
DAS WANDERNDE AUGE
Wem in Syrien die Stunde schlägt
von Pepe Escobar
Die größte geopolitische Tragödie im Jahre 2012 wird die größte geopolitische Tragödie im Jahre 2013: die Vergewaltigung von Syrien.
So wie ich mithin zurück zu meinen Lieblings-Hemingway-Passagen gehe, bin ich in letzter Zeit zu einigen Bildern zurückgegangen, die ich vor Jahren vom Bazar in Aleppo geschossen habe – dem  außergewöhnlichsten aller Suks des Nahen Ostens. Es ist, als würde einem in den Rücken geschossen werden: ich war so begeistert von der Suk-Architektur wie auch von den Menschen und Händlern. Vor einigen Wochen wurde das Meiste des Bazars – seit Jahrhunderten Aleppos lebendiger Puls – von den “Rebellen” der sogenannte Free Syrian Army (FSA) in Brand gesetzt und zerstört.
In dieser syrischen Tragödie gibt es keinen Hemingway‘schen jungen Helden, keinen Robert Jordan, der in den Internationalen Brigaden neben republikanischen Partisanen gegen die Faschisten im spanischen Bürgerkrieg kämpft. Im syrischen Bürgerkrieg sind die internationalen Brigaden vor allem Söldner und Salafi-Dschihadisten vom Enthauptungs- und Auto-Bombenanschlags-Typus. Und die (wenigen) jungen Amerikaner an Ort und Stelle sind grundsätzlich High-Tech-Schachfiguren in einem Spiel, das vom räuberischen NATOGCC-Club (bestehend aus der North Atlantic Treaty Organization und ihren arabischen Marionetten des Gulf Cooperation Council) gespielt wird.
Die Tragödie geht weiter. Der syrische Staat und sein politischer und militärischer Sicherheitsapparat wird nach wie vor auf seine Mini-Blitzkriege setzen – ohne jeden zweiten Gedanken an “Kollateralschäden”. Auf der gegenüberliegenden Seite werden die “Rebellen”-Kommandanten auf einen neuen, von den Saudis und Katarern ermutigten Obersten Militärrat setzen.
Die Salafisten und Salafi-Dschihadisten der al-Nusrah-Front – Fanatiker aus dem Mittelalter, die den Großteil der Kämpfe verrichten -, waren dazu nicht eingeladen worden. Immerhin wird die al-Nusrah-Front von Washington als eine “terroristische Organisation” gebrandmarkt.
Nun prüfen Sie die Reaktion einer großen Nummer der Muslimbruderschaft (MB), den in Hama geborenen General Mohammed Farouk Tajfur; er sagte, die Entscheidung sei “voreilig”. Und prüfen Sie die Reaktion des neuen syrischen Oppositionsführers Ahmed Moaz al-Khatib, der bei einem “Friends of Syria”-Treffen in Marokko sagte, die Entscheidung müsse “nachuntersucht” werden. Praktisch alle “Rebellen”-Gruppierungen haben öffentlich ihre unsterbliche Liebe für die Hardcore-al-Nusrah erklärt.
Indem die al-Nusrah-Fanatiker wahrscheinlich ihre islamisch-korrekten Bärte unter einem prosaischen Hoodie verstecken werden, gehen Sie von viel mehr “Rebellen”-Vorstöße auf Damaskus aus – trotz zwei großer Niederlagen (letzten Juli und dann diesen Monat) nach den Gegenoffensiven der syrischen Regierung. Immerhin muss die aufwendige Ausbildung der amerikanischen, britischen und jordanischen Special Forces einige Ergebnisse erzielen, um die Ladungen zusätzlicher tödlicher Waffen, die von diesen Vorbildern der Demokratie im Persischen Golf bereit gestellt werden, ganz unerwähnt zu lassen. Übrigens kontrolliert die al-Nusrah-Front Abschnitte des verwüsten Aleppo.
Sektiererischer Hass regiert
Dann gibt es noch die Orwell‘sche brandneue Nationale Koalition der syrischen Revolutions- und Oppositionsstreitkräfte – eine Washington-Doha-Koproduktion. Lernen Sie den neuen Chef kennen, der so lausig wie der alte, der syrische Nationalrat (SNC), ist. Es ist nur Rhetorik; das einzige, was für die “Nationale Koalition” entscheidend ist, ist mehr tödliche Waffen zu bekommen. Und sie lieben al-Nusrah, auch wenn Washington das nicht tut.
Katar liefert Tonnen an Waffen “wie Süßigkeiten” (laut einem US-Waffenhändler) im “befreiten” Libyen. Erst nach dem Benghazi-Rückschlag sind das Pentagon und das State Department gegenüber der Tatsache aufgewacht, dass die Bewaffnung der  syrischen Rebellen der Weg zu mehr Rückstößen sein könnte. Übersetzung: Katar wird weiterhin Tonnen an Waffen in Syrien abladen. Die USA werden weiterhin “von hinten führen”.
Gehen Sie von mehr schrecklichen sektiererischen Massakern wie das in Aqrab aus. Hierist die glaubwürdigste Version dessen, was womöglich wirklich passiert ist. Dies beweist einmal mehr, dass das, worin die NATOGCC-”Rebellen” tatsächlich siegen, der YouTube-Krieg ist. Gehen Sie also von weiteren massiven, unnachgiebigen Wellen von Spin und Propaganda aus – mit westlichen Medien, die die syrischen “Freiheitskämpfer” anfeuern, dass es dem 1980er Jahre Jihad in Afghanistan Schande bereitet.
Gehen Sie von mehr großen Verwerfungen aus, so wie der stellvertretende russische Außenminister Michail Bogdanow sagte: “Der Kampf wird noch intensiver und [Syrien] wird Zehntausende und vielleicht Hunderttausende von Zivilisten verlieren … Wenn Ihnen ein solcher Preis für die Entfernung des Präsidenten akzeptabel scheint, was können wir tun? Wir erachten dies natürlich als absolut inakzeptabel.”
Ergo wird Russland alles zu unternehmen versuchen, um dies zu verhindern. Und wenn die NATOGCC-”Rebellen” ihre Androhungen, die russischen und ukrainischen Botschaften anzugreifen, wahrmachen, täten sie gut daran, ihre Bärte zu stutzen und vor den todernsten Spetnatz, den russischen Special Forces, in Deckung zu gehen.
Gehen Sie von mehr sektiererischem Hass aus, so wie der sunnitische Scheich und al-Jazeera-Star Yusuf al-Qaradawi in einer lässig herausgegebenen Fatwa die Tötung von Millionen von Syrern legitimierte, seien dies Militärs oder Zivilisten, solange sie Alawiten oder Schiiten sind.
Sektiererischer Hass wird regieren, von Katar angeführt, gefolgt von den Saudis mit dem großem Geldbeutel und verschiedenen Hardcore-Islamisten. Die Agenda: Krieg gegen Schiiten, gegen Alawiten, gegen Säkulare, selbst gegen Moderate, nicht nur in Syrien, sondern im ganzen Nahen Osten.
Eine Patriot- vs Iskander-Konfrontation
Die neue Strategie der syrischen Armee läuft auf einen großen Rückzug aus Dorfnestern und Basen hinaus, um ihre Truppen in Städten und Gemeinden zu konzentrieren.
Gehen Sie davon aus, dass die Gesamtstrategie des NATOGCC-Clubs mehr oder weniger gleich bleiben wird: die syrische Armee in so vielen Bereichen wie möglich versanden lassen; sie demoralisieren; und das Terrain für eine mögliche NATO-Intervention ölen (der Chemiewaffen-Hype und die unerbittliche Nörgelei über eine “humanitäre Katastrophe” sind Teil des umfangreichen Psy-ops-Pakets).
Die syrische Armee mag schwere Waffen haben; aber wenn es um die Konfrontation eines Tsunamis von Söldnern und Salafi-Dschihadisten geht, die vom NATOGCC-Club voll ausgebildet und bewaffnet wurden, kann die ganze Sache Jahre im Libanon-Bürgerkrieg-Stil dauern. Das führt uns zur nächsten “besten” Option – die in der Tat ein Spin-off ist: der Tod des syrischen Staates durch tausende, machen Sie daraus es eine Million, Schnitte.
Sicher ist, dass die “Koalition der Willigen” gegen Syrien keine Probleme haben wird sich zu entwirren, sobald einmal das Endspiel erreicht ist. Washington setzt auf ein Post-Assad-Regime, das von der MB kontrolliert wird. Kein Wunder, dass König Playstation in Jordanien ausflippt; er weiß, dass die MB auch über den Jordan kommen und ihn dauerhaft für Harrods-Shoppingtouren vertreiben wird.
Die Vorbilder der Demokratie – die mittelalterlichen Petro-Monarchien am Persischen Golf – flippen ebenfalls aus; sie fürchten die Volkstümlichkeit der MB wie die Pest. Ein syrisches Kurdistan – das sich jetzt definitiv auf dem Weg zur totalen Autonomie und schließlich zur Freiheit befindet – hält Ankara schon in ausgeflippten Zustand. Die Zukunftsperspektive eines Tsunami von arbeitslosen Salafi-Dschihadisten nicht zu vergessen, die sich fröhlich an der syrisch-türkischen Grenze eingenistet haben und bereit sind, Amok zu laufen.
Und dann gibt es da noch die komplexen Beziehungen zwischen der Türkei und dem Iran. Teheran hat Ankara bereits in klaren Worten vor dem kurz vorm Einsatz stehenden NATO-Raketenabwehrsystem gewarnt.
Das muss das Neusprech-Meisterwerk Ende 2012 sein. Pentagon-Sprecher George Little hat darauf bestanden, dass “die Vereinigten Staaten die Türkei bei ihren Bemühungen unterstützen, sich zu verteidigen … [gegen Syrien].”
Daher die Bereitstellung von 400 US-Truppen, um in der Türkei zwei Patriot-Batterien zu betreiben, damit die  Türkei vor “potenziellen Bedrohungen aus Syrien verteidigt” werde.
Übersetzung; dies hat nichts mit der Türkei zu tun, es geht ganz und gar um das russische Militär in Syrien. Moskau hat Damaskus nicht nur sehr effektive Hyperschall-Iskander Boden-Boden-Raketen gegeben (praktisch immun gegen Raketenabwehrsysteme), sondern auch das auf mehrere Ziele ausgerichtete Boden-Luft-Abwehrsystem Pechora 2M, ein Alptraum für das Pentagon, wenn jemals eine Flugverbotszone über Syrien verhängt wird.
Willkommen zur Patriot- vs Iskander-Konfrontation. Und genau in der Linie des Feuers finden wir den türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan – ein überdimensionaler Egomane, der einen tiefen Minderwertigkeitskomplex gegenüber den Europäern beherbergt und unter dem NATO-Masterplan in der Kälte steht.
Die Achillesferse der Türkei (von den Kurden abgesehen) ist seine eigenwerberische Rolle als eine Kreuzung von Energieströmen zwischen Ost und West. Das Problem ist, dass die Türkei von Energielieferungen aus dem Iran und Russland abhängt; es ist unklug, beide gleichzeitig mit einer konfusen syrischen Politik zu verärgern.
Alles, was ich höre, ist Untergangsstimmung
Wie löst man diese Tragödie? Niemand scheint dem syrischen Vizepräsidenten Farouk Al-Sharaa zu lauschen. In diesem Interview mit der libanesischen Al-Akhbar betonte er “die Bedrohung durch die aktuelle Kampagne Syrien, seine Geschichte, Kultur und Menschen zu zerstören. … Mit jedem Tag scheint die Lösung weiter entfernt, militärisch und politisch. Wir müssen in der Position sein, die Existenz Syriens zu verteidigen.”
Er hat “keine klare Antwort auf das, was die Lösung sein kann”. Aber er hat einen Plan:
Jede Einigung, sei es ob Gespräche begonnen oder Vereinbarungen zwischen den arabischen, regionalen oder ausländischen Hauptstädten getroffen werden, kann ohne ein solides syrisches Fundament nicht existieren. Die Lösung hat syrisch zu sein, aber durch eine historische Einigung, welches die wichtigsten Länder der Region und die Mitglieder des UN-Sicherheitsrates einschließt. Diese Einigung muss aller Formen der Gewalt stoppen und eine Regierung der nationalen Einheit mit weiten Kompetenzen schaffen. Dies sollte durch die Lösung von sensiblen Problemen im Zusammenhang mit dem Leben der Menschen und ihrer legitimen Forderungen begleitet werden.
Dies ist nicht das, was die NATOGCC-Verbindung will – auch wenn die USA, Großbritannien, Frankreich, Türkei, Katar und Saudi-Arabien allesamt mit ihren eigenen unterschiedlichen Agenden beschäftigt sind. Was der NATOGCC-Krieg bereits vollbracht hat, ist ein Ziel – übrigens sehr ähnlich zum Irak im Jahr 2003: es hat das fragile syrische soziale Gefüge völlig in Fetzen gerissen.
Das ist Katastrophen-Kapitalismus in Aktion, Phase I:  das Terrain für einen profitable “Wiederaufbau” Syriens ist bereits bereitet, sobald ein gefügiges pro-westliches Turbokapitalismus-Regime installiert ist.
Doch parallel dazu arbeitet auch der Blowback auf seine mysteriöse Weise; Millionen von Syrer, die zunächst die Idee einer Pro-Demokratie-Bewegung unterstützten – von der Business-Klasse in Damaskus bis hin zu den Händlern in Aleppo -,  haben jetzt die Unterstützungsbasis der Regierung als Counterpunch gegen die grausamen ethnisch-religiösen Säuberung, die von den “Rebellen” der al-Nusrah-Art gefördert werden, anschwellen lassen.
Doch mit der NATOGCC auf der einen Seite und dem Iran und Russland auf der anderen Seite, können normale Syrer, die im Kreuzfeuer gefangen sind, nirgendwohin gehen. Die NATOGCC wird vor nichts haltmachen, um – in Blut – eine zwielichtige Entität, die von einem pro-amerikanischen Emirat bis zu einer pro-amerikanischen “Demokratie” rangiert, einzusetzen, die durch die MB beherrscht wird. Es ist nicht schwer zu sehen, für wen die Stunde in Syrien schlägt; sie schlägt nicht für dich (“it tolls not for thee“*), wie in John Donne, aber für Untergang, Dunkelheit, Tod und Zerstörung.
* Anmerkung des Übersetzers:
Pepe Escobar spielt hier auf eine Meditation von John Donne an, die den Titel für Hemingways Roman “Wem die Stunde schlägt” (“For whom the bell tolls”) lieferte, die Meditation XVII aus “Devotions upon Emergent Occasions” (veröffentlicht 1624):
“No man is an Island, intire of it selfe; every man is a peece of the Continent, a part of the maine; if a Clod bee washed away by the Sea, Europe is the lesse, as well as if a Promontorie were, as well as if a Mannor of thy friends or of thine owne were; any mans death diminishes me, because I am involved in Mankinde; And therefore never send to know for whom the bell tolls; It tolls for thee.”

USA - Syrien - Iran


Präsident Barack Obama geniesst durch seine Wiederwahl eine gestärkte Legitimität und bereitet sich, allem Anschein nach, auf eine neue US-Aussenpolitik vor. Die Welt kann erstaunt miterleben wie in zunehmenden Mass, hohe amerikanische Führungskräfte in der US-Administration, den US-Geheimdiensten und dem US-Militär entfernt werden. Man kan in der Zwischenzeit, von einer regelrechten Säuberung sprechen.

Nach der Einsicht über die relative wirtschaftliche Abschwächung der Vereinigten Staaten, muss Präsident Obama zur Erkenntniss gekommen sein, dass es ratsam wäre, auf eine US-allein-Herrschaft über die Welt zu verzichten. Mit dem teilweisen Rückzug aus dem Nahen und Mittleren Osten wurden die nötigen Schritte schon vor Monaten eingeleitet und mit der Wiedererweckung des Annan-Plans bekräftigt, das die Bürde des Nahen Ostens mit der Russischen Föderation geteilt werden soll. Die USA scheinen daher bereit, das am 30. Juni in Genf beschlossene Abkommen über Syrien umzusetzen. Der Bereitstellung einer Friedenstruppe der Vereinten Nationen, hauptsächlich aus Truppen aus der CSTO bestehend und der Beibehaltung von Baschar Al-Assad an der Macht, wenn er von seinen Landsleuten bestätigt wird zu zustimmen.

Natürlich bewegen wir uns hier in trüben und gefährlichen Gewässern: Hier geht es um eine politische Intrige auf höchster Ebene mit weitreichenden Auswirkungen auf die nationale Sicherheit der USA und der US Aussenpolitik.
Die Blossstellung General Allens, des militärischen Oberkommandierenden in Afghanistan und die auf Eislegung der anstehende Beförderung zum Oberkommandierenden der amerikanischen Truppen in Europa, sowie die Entfernung des CIA-Direktor General David Petraeus, die überstürzte Versetzung in den Vorruhestand von Africa Command Chief General Carter Ham und die Entfernung des Konteradmirals Charles M. Gaouette aus dem Kommando über die Pacific Carrier Battle Group, lässt vermuten, dass etwas aussergewönliches im Gange ist.
Aber damit nicht genug, die Säuberung betrifft auch den NATO-Oberbefehlshaber und Kommandeur des EuCom, Admiral James G. Stravidis und dem ehemaligen Kommandant des AfriCom, General William E. Ward. Frau Hillary Clinton soll zwar offiziell freiwillig gehen, -- Hm --, gegangen werden.

Welche politischen Querelen stecken hinter dem Sturz der sechs Generäle?

Eine Gruppe einflussreicher Finanziers aus Rüstungsindustrie, US- Militär und Regierungsexekutive soll gemeinsam mit amerikanischen Extremisten die gewaltsame Beseitigung der amtierenden amerikanischen Führungsspitze geplant haben. Der Plan sah dabei offenbar vor, die Ressourcen grosser privater Rüstungsunternehmen sowie deren Sondereinsatz- und Nachrichtenpersonal zu nutzen, um den blutigen Umsturz in die Tat umzusetzen. Auch die Ermordung des US- Botschafters in Benghazi Chris Stephens soll von dieser Gruppe geplant und durchgeführt worden sein.


Am 29. Oktober hatte der Kriegsveteran Gordon Duff von der Vereinigung veteranstoday.comauf Press TV erstmals diese Bombe platzen lassen.
Am 21.November 2012 hatte Obama offiziell auf die Bedrohung reagiert. Während eines Fluges mit der Air Force One veröffentlichte er eine Presseerklärung in Form eines Memorandums, mit enormer Sprengkraft.
Hier der Originaltext der Präsidentenerklärung: (http://www.whitehouse.gov)

The White HouseOffice of the Press SecretaryFor Immediate ReleaseNovember 21, 2012
Presidential Memorandum — National Insider Threat Policy and Minimum Standards for Executive Branch Insider Threat Programs
Memorandum for the heads of executive departments and agencies
Subject: National Insider Threat Policy and Minimum Standards for Executive Branch Insider Threat Programs
This Presidential Memorandum transmits the National Insider Threat Policy and Minimum Standards for Executive Branch Insider Threat Programs (Minimum Standards) to provide direction and guidance to promote the development of effective insider threat programs within departments and agencies to deter, detect, and mitigate actions by employees who may represent a threat to national security. These threats encompass potential espionage, violent acts against the Government or the Nation, and unauthorized disclosure of classified information, including the vast amounts of classified data available on interconnected United States Government computer networks and systems.The Minimum Standards provide departments and agencies with the minimum elements necessary to establish effective insider threat programs. These elements include the capability to gather, integrate, and centrally analyze and respond to key threat-related information; monitor employee use of classified networks; provide the workforce with insider threat awareness training; and protect the civil liberties and privacy of all personnel.The resulting insider threat capabilities will strengthen the protection of classified information across the executive branch and reinforce our defenses against both adversaries and insiders who misuse their access and endanger our national security.


Duff zufolge stecken hinter dem gewünschten, blutigen Umsturz und der anschliessend geplanten Einführung des Kriegsrechtes in den USA vor allem die AIPAC (American Israel Public Affairs Committee) und evangelikale Fanatiker.

Nun dies glaube ich eigentlich nicht. 


Es wird zwar immer wieder gesagt, dass die USA fest auf der Seite Israels stehen…..vor allem wegen des Einflusses der schon legendären Israel-Lobbie (AIPAC), die nach der festen Überzeugung vieler sogar so weit geht, dass der Schwanz mit dem Hund wedelt.
Es stimmt durchaus, dass jüdische Persönlichkeiten in den USA grossen Einfluss haben. Etwa die Hälfte des aussenpolitisch tätigen und einflussreichsten US-amerikanischen Think-Tank, Council on Foreign Relations, sind Juden.
Mit dem politisch korrekten Ausdruck Israel-Lobbie kommt jedoch ein Trugschluss ins Spiel, dem meiner Meinung nach viele aufsitzen. Eigentlich sollte es heissen jüdische-Lobbie. (politisch nicht korrekt)
Diese jüdische-Lobbie ist aber eindeutig globalistisch und auf die eine oder andere Weise mit dem globalen Geldadel verzahnt. Diese haben keinerlei nationalstaatliche Interessen, im Gegenteil, alles nationalstaatliche soll zerschlagen und durch einen identifikations losen Multikulti-Mix weltweit ersetzt werden.
In diesem Sinne, wird Israel für die Globalisten zum Problem. Israel unterhält einekampfstarke Armee = Militarismus, heisst nur solche Einwanderer willkommen die zum eigenen Volk gehören = Rassismus, sperrt Angehörige eines Volkes mittels eines Zaunes/Mauer vom eigenen Staatsgebiet aus = Apartheid, weigert sich die Einwanderung von Moslems zu erlauben = Islamophobie.
Dies führt natürlich zu Problemen mit dem Rest der Welt, bei dem genau das Gegenteil verwirklicht werden soll, ja wo sich die Globalization allem Anschein nach, schon auf der Zielgerade befindet.
Zu glauben, dass sich die jüdische anglo-amerikanische Finanz- und Wirtschaftslobbie, von den national-zionistisch durchgestarteten Israelis, in die mit gewaltigen Aufwand an globalistischer und liberalpazifistischer Multikultiprobaganda aufbereiteten Suppe spucken lassen, der lebt im Reich der Fantasie.
Jüdische Interessen der Finanz- und Wirtschaftseliten und israelische Interessen (national-zionistisch) sind schon seit längerem nicht mehr identisch. 
Je weiter die Globalization fortschreitet, desto entberlicher wird der National-Zionismus, in anderen Worten Israel, dass ganz offensichtlich von den neoliberalen Globalisierern nur dazu gebraucht wurde und wird, um die Völker mit der Holocaust- und Antisemitismuskeule gefügig zu machen.
Es werden die Gedichte von Günter Grass presentiert, in welchen dieser Israel der Vorbereitung eines ilegalen Angriffskrieg gegen Iran, eventuell sogar mit Atom verdächtigt, ja bezichtigt und Mordechai Vanunu den Atomspion zum tragischen Helden werden läst. Henry Kissinger verkündet, dass es Israel in 10 Jahren nicht mehr geben wird und die versammelte US-Geheimdienstriege (16 an der Zahl) veröffentlichen eine 82-seitige Analyse, mit dem vielsagenden Titel "Vorbereitungen auf einen Nahen und Mittleren Osten ohne Israel".Obwohl man hier in Europa darüber nichts hört oder liest, wohl aus politischer Korrektheit oder wie auch immer, schlägt diese in den USA hohe Wellen. (google: "america preparing for a post-israel middle east". 13’ooo’ooo Resultate .)
Die US-Botschafterin bei der UNO legt zwar immer wieder gewissenhaft das US-Veto ein, wenn die Palästinenser etwas wollen, aber im gleichen Moment verurteilt sie massiv die israelische Siedlungspolitik im Westjordanland und in Ostjerusalem und die deutsche Bundeskanzlerin Frau Merkel, stimmt bei der Vollversammlung der Vereinten Nationen gegen Israel, als dieses mit überwältigender Mehrheit (174 Nationen) aufgefordert wurde, sein Atomprogramm offenzulegen und UN-Inspektoren Zugang zu gewähren.
Es erscheint ziemlich unwahrscheinlich, dass jüdische und anglo-amerikanische Finanz- und Wirtschaftslobbies, Israel unterstützen würden, wenn dies bedeutet, dass die Globalisierung der Welt eingestellt werden muss, oder zu mindest einen jahrzehnte langen Rückschlag erleidet. Lieber nehmen sie in Kauf, dass die jüdischen National-Zionisten, mit anderen Worten Israel, von den umliegenden Völkern ins Meer getrieben werden.

Viel mehr, scheint ein massiver Streit ausgebrochen zu sein, zwischen den Weltbeherrscher-Cliquen die das Ende ihres Traums vom Weltreich nicht akzeptierten können und der amerikanischen Finanz- und Wirtschaftelite die sich eher um eine weltweite wirtschaftliche Dominanz der USA und Globalisation bemühen. Die "Hard-liner", zu der die gesammte entmachtete Generalität gehört, stören massiv, mit ihrer Unterstützung von Terroristen, die verschiedenste Staaten (Libyen, Syrien, Irak, Jemen, Somalien und weitere mehr) zum Zweck der Errichtung eines Weltreiches balkanisieren sollen.

Der Säuberung in Washington war im Juli auch schon die Beseitigung von ausländischen Führungspersönlichkeiten vorausgegangen, die gegen die neue Politik und in der Schlacht von Damaskus beteiligt waren. Alles geschah so, als ob Obama dieses Aufräumen geschehen liess. Man denke zum Beispiel an den verfrühten Tod von General Omar Suleiman, Chef des ägyptischen Geheimdienstes am 19. Juli 2012(EGIA), der in einem US-Krankenhaus Diagnose holen kam oder an das tötliche Attentat gegen Prinz Bandar bin Sultan, Chef des saudischen Geheimdienstes auch im Juli 2012. 



Es bleibt Barack Obama nun überlassen, sein neues Kabinett zu bilden, um die Männer und Frauen zu finden, die in der Lage sind, seine neue Politik zu akzeptieren.

Noch vor der Ernennung des neuen Kabinetts entsteht bereits die politische Wende mit der Wiederaufnahme der geheimen Verhandlungen mit Teheran. In der Tat erfordert die neue Lage, die Isolationspolitik gegen den Iran aufzugeben und die islamische Republik als Regionalmacht anzuerkennen.

In diesem Sinne hat Israel von den USA in den letzten paar Monaten, des öffteren die rote Karte zum gewünschten Irankrieg gezeigt bekommen und hier Zbigniew Brzezinksi: "Wir [die USA] müssen nicht in den Krieg ziehen. Und wir [die USA] müssen das unseren israelischen Freunden sehr klar machen. Wir [die USA] werden nicht in den Krieg ziehen. Sie [die Israelis] werden nicht in den Krieg ziehen, indem sie über unseren Luftraum über dem Irak fliegen. Wir [die USA] werden sie [die Israelis] nicht unterstützen. Wenn sie es tun [die Israelis] werden sie alleine dastehen."

Um was gehts.?

Um den Bau einer Gaspipeline von den iranischen Pars-feldern über Irak, Syrien und durchs Mittelmeer nach Europa. Eine Investition von $ 10 Milliarden, die nur mit einem dauerhaften Frieden in der Region rentabel sein kann. 
Wieso wird dieses iranische Projekt für die USA wichtig.? 
Seit etlichen Jahren baut Russland [Gazprom] seine Dominanz im Energiebereich für Europa massiv aus. Mit dem zuletzt angekündigtem South Stream Projekt, festigt es sein Monopol und verhindert gleichzeitig, dass Gas aus einer westlichen Pipline (Nabucco), aus Zentralasien nach Europa fliessen könnte [Kein Gas mehr vorhanden, dass man kaufen könnte, da die russische Gazprom mit allen Lieferländer Zentralasiens Verträge abgeschlossen hat hier,ausser den iranischen.].
2015 soll das erste Gas durch die neue Verbindung strömen. Bis 2019 sollen insgesamt vier Leitungsstränge verlegt sein mit einer Gesamtkapazität von 63 Milliarden Kubikmetern Gas im Jahr. 
Eine für die USA nicht hinnehmbare Situation
Offensichtlich sind die USA zur Erkenntniss gelangt, dass ein Krieg gegen den Iran (Lybien-Szenarium) die Monopolstellung der Russen nicht beeinträchdigen könnte, dass solch ein Unternehmen jahrzehntelangen Unfrieden in Iran, Irak und Syrien auslösen würde, und aller Wahrscheinlichkeit nach, nicht einmal gewonnen werden könnte. 

Obama könnte den Plan, den der realistische Antony Blinken 1999 in Shepherdstown für Bill Clinton entwickelt hatte, wieder beleben: Frieden im Nahen Osten machen, mit Hilfe eines gewissen... Assad. inzwischen sieht es so aus, als wenn Antony Blinken der neue Berater für nationale Sicherheit werden könnte.

Wenn dann auch noch John Brennan (aktueller Berater für nationale Sicherheit), bekannt für seine besonders schmutzigen und brutalen Methoden, Direktor der CIA werden würde, dann wäre dies ein entgültiges aus der Dschihadisten, die für die Agentur (CIA) arbeiten und ein Rückbau der Beziehungen zu Saudiarabien, da dieses nicht mehr im Geringsten nützlich wäre.

Durchaus denkbar ist ausserdem das Obama, Jon Huntsman ein spezialisierter Asienkenner (Jon Huntsman war vor der Präsidentenkampagne, Obamas US-Botschafter in China), zum Job des US Aussenminister und Sen. John Kerry zum Job des US Verteidigungsminister beruft.

Viele meinen, dass Susan Rice (bisher US UNO-Botschafterin) die neue US-Aussenministerin werden wird. Nun das glaube ich nicht, weil die Frau einfach zu viele Skandale am Hals hat. Obama braucht die Republikaner innenpolitisch für seine Gesundsheits-, Banken- und Steuerreform, wieso sollte er sich mit den Republikanern streiten für Frau Rice. Dies wäre wahrlich konterproduktiv.

Die neue Außenpolitik Obama's wird den Nahen Osten in 2013 umwälzen und zwar in der entgegengesetzten Richtung, die von den westlichen Medien und den Golfstaaten angekündigt wurde. 

Dass heisst, wenn Obama den Versuch die US-Aussen- und Innenpolitik umzukrempeln überlebt. Er wäre nicht der erste US-Präsident, der solcherlei mit dem Leben bezahlt.

Wie auch immer, man sollte sich nicht zufest aufregen über US-Fugzeugträger sammt Begleitschiffen im Mittelmeer. Die sind schon seit eh und je, immer wieder mal im Mittelmeer gewesen. Es ist unwahrscheinlich, dass die USA irgendwie in den Syrienkonflikt eingreift und ein Krieg gegen Iran ist sowieso Nonsens. Lassen Sie sich von den Medien nicht verrückt machen, hinter den Kulissen laufen schon längst andere Pläne.